JUNI IN Vietnam

Vietnam

Ein Land zwischen Kommunismus und Tourismus.
Unsere Zeit in Bangkok ging leider viel zu schnell vorrüber. Da man als Tourist max. 30 Tage in Thailand bleiben darf, nutzen wir unseren Visa-Run um das Nachbarland Vietnam zu erkunden. Entlang einer beliebten Backpacker-Route (Ho-Chi-Minh Trail) reisen wir also von der Hauptstadt Saigon rund 1500km bis nach Hanoi.

Den Monat in Vietnam wollen wir vor allem das Land entdecken und so wenig wie möglich an den Laptops sitzen. Ob es uns gelingt, werdet ihr in den nächsten 10 Minuten selbst herausfinden :)
12. Juni, Ho Chi Minh City (Saigon)
Entlang einer beliebten Backpacker-Route (Ho-Chi-Minh Trail) reisen wir also von der Hauptstadt Saigon rund 1500km nach Norden bis Hanoi.
Wir landen in der Hauptstadt Ho Chi Minh City (Saigon) im Süden des Landes.
Als wir im Stadtzentrum ankommen müssen wir gleich eine mehrspurige Straße mitten im Feierabend-Verkehr überqueren. Ein gutes Training für die kommenden 4 Wochen, denn in Vietnam überlebt man nur, wenn man weiß wie man eine Straße korrekt überquert :)

Wir nutzen die Chance und nehmen an einer typischen Touri-Tagestour ins Mekong-Delta und zum Cu Chi Tunnelsystem teil um einen Einblick in das Leben der Bevölkerung während des Vietnam-Kriegs zu bekommen.

Einmal AK-47 schießen - Häkchen auf der Bucketlist
Unsere nächste Station war nicht geplant, aber ein Freund vom Hackerparadise meinte wir müssen unbedingt das Crazy Family Hostel besuchen. Warum nicht :)
22. Juni, Da Lat
Crazy Family Hostel - Der Name ist Programm, bei unserer Ankunft werden wir mit einer herzlichen Umarmung von Big Mama begrüßt - das wird auch nicht die letzte sein. Es sind rund 50 Backpacker hier, abends wird gemeinsam am großen Tisch gegessen. Man hat das Gefühl Teil einer Familie zu sein - nach mehreren Monaten weit weg von Zuhause eine willkommene Abwechslung.
Zusammen mit weiteren Verrückten nehmen wir an einer Canyoning-Tour teil. Dabei folgt man einem Flusslauf, seilt sich an einigen Stellen ab (25m) und springt mal eben aus 11m Höhe von einem Wasserfall.
28. Juni, Hoi An
Uns packt das Moped-Fieber, daher unternehmen wir eine Tagestour und fahren den berühmten Hai Van Pass entlang. Zum Frühstück halten wir im Grand Mango Hotel in Da Nang an - hier soll es die besten Banana-Pancakes geben. Wir entdecken in der Hotel-Lobby eine (uralte) Hackerparadise-Notiz, die uns einmal mehr an den Anfang der Reise denken lässt und wie weit wir es mittlerweile quer durch Südostasien geschafft haben :)
Der Ausblick entlang der Küstenlinie ist atemberaubend. Komischerweise sind die weißen Sandstrände alle wie leer gefegt. Kein Ballermann-Feeling weit und breit - also genau richtig für uns.

Wir entdecken zufällig ein Schild mit dem Hinweis auf einen Wasserfall, also folgen wir einem kleinen Schotterweg und finden ihn, genauer gesagt ein Art natürlichen Swimming-Pool der direkt in den Flusslauf gebaut wurde. Genau das richtige für eine kleine Erfrischung. Touristen scheinen hier selten zu sein, daher sind wir sofort willkommene Gäste.
4. Juli, Phong Nha
Die Landschaft mit Ihren riesigen bewachsenen Kalkfelsen ist eindrucksvoll, vor allem wenn man weiß was diese in Ihrem Inneren verbergen. Rund um Phong-Nha befinden sich die größten Höhlensysteme der Welt. Lustigerweise wurden viele der Höhlen erst im Laufe der letzten Jahre entdeckt und erforscht. Die wohl berühmteste dürfte die Son Doong Cave sein, die sich über 25km erstreckt.

Um ein Gefühl für die Dimensionen zu bekommen muss man natürlich vor Ort gewesen sein, aber die Bilder sollten für sich sprechen :)

Mal schippern wir gemütlich mit dem Boot durch die Phong Nha-Cave oder haben Spaß beim Ziplining, Kajaking und Schlammbad im inneren der Dark-Cave.


Ein mehrtägiger Ausflug in die Son Doong Höhle kostet übrigens 3000$ - ist also eher was für Profis :D
Vietnam ist wohl von allen Ländern die wir bisher entdecken durften unser Geheimtipp für Reiselustige die ihren Jahresurlaub nicht einfach nur an einem Ort verbringen wollen. Den Ho-Chi-Minh Trail entlang gibt es tolle Sandstrände, Berge & Höhlen, Russenpartys, historische Geschichte (Vietnamkrieg) und völlig verschiedene Kulturen. Für Abenteurer lohnt sich die gesamte Strecke auf dem Motorrad zurückzulegen oder eben wie wir mit Bus (Bahn).

Vorteile

- angenehmes Klima (in den Bergen teilw. nur 20-22°)
- Verkehr wie in Deutschland (man fährt auf der rechten Seite)
- es gibt hier Brot & Kuchen (sehr wichtig ^^)
- im Vergleich zu Thailand noch etwas günstiger
- gute Infrastruktur (Internet, Verkehrsmittel)
- viele Backpacker auf der Route, man ist also nie allein unterwegs :)

Unser nächster Halt ist Chiang Mai in Thailand. Ob wir dort einen ganzen Monat bleiben und wie es aussieht wenn man mit Elefanten baden geht erfahrt ihr demnächst.

Eure nomadtwins.